Gewicht VS Körperfett

Gewicht VS Körperfett & wie der falsche Fokus dich Fett werden lässt.

Die Geschichte die ich euch erzähle, liegt nun einige Jahre zurück. Klein Tanja hat es irgendwann geschafft sehr viel Gewicht zu verlieren.
Ich war jung und damals unwissend. Ich habe Gewicht verloren, in dem  ich einfach zu wenig gegessen habe. Sport machte ich damals kaum.
Ich war schlichtweg doof. Denn damals wusste ich  nicht, dass mindestens die Hälfte meines verlorenen Gewichts Muskelmasse war, welche ich ins Nirvana verheizte.
Nun, irgendwann stand ich da. Ein Fliegengewicht mit dünnen Ärmchen. Betrachtete ich mich im Spiegel, sah ich nackt einfach nicht gut aus. Ich war schlichtweg „weich“, „undefiniert“ und das Wenige was an mir dran war, schwabbelte.  Das bisschen Po, welches ich hatte war flach und hängte. Cellulite lies täglich das Murmeltier grüßen. – Obwohl ich dünn war.

In meiner naiven Unwissenheit heraus dachte ich damals, wenn ich es schaffe noch mehr Gewicht zu verlieren, dann würde das Ganze endlich straff werden. Ich dachte das wäre der Weg, um dem vorgefertigten Zielbild in meinem Kopf gerecht zu werden. Gleichzeitig machte es mir schon irgendwie Sorgen. Denn ich wusste nicht wo das enden sollte… schließlich trug ich ja schon XS und S……….Ich kam damals einfach nicht auf die Idee, dass Gewicht verlieren der völlig falsche Ansatzpunkt war, für mein Ziel eines straffen Körpers, mit schönen Kurven.

Also begann ich mit Sport. Sport macht ja bekanntlich knackig. Ich war mehrmals in der Woche auf dem Crosstrainer. Damals dachte ich noch, mit dem Crosstrainer bekommt man einen knackigen Körper……Ich verlor damit noch etwas mehr Gewicht. Zu meinem erschrecken, sah ich nackt dann noch schlechter aus….
Was mir damals nicht klar war, aber Rückwirkend Kopfschütteln bei mir auslöst, ist die Tatsache, dass ich nun weiß was da schief lief……Das Verhältnis Körperfett zu Muskulatur stimmte bei mir einfach überhaupt nicht mehr zusammen. Durch den vielen Ausdauersport und das wenige Essen war ein großer Teil meines verlorenen Gewichts – schlichtweg Muskulatur.

Also suchte ich nach Lösungen und über einen aufmerksamen Trainer im Fitnessstudio, wurde ich darauf angesprochen, doch endlich mit dem Krafttraining zu beginnen. Dies würde mein Problem lösen. Zu Anfang war ich mehr als nur skeptisch. (Die Frauen die das lesen: ihr wisst, weshalb ich skeptisch war …… ;-) )

Also begann ich mit dem Krafttraining. Irgendwie ging aber alles sehr schleppend vorwärts. Ich trainierte hart und viel, aber wirklich etwas davon sehen konnte man nicht….Ich achtete dabei auf mein Gewicht, denn zunehmen wollte ich ja nicht. Zunahme war damals für mich das „Istgleichzeichen“ zum Fett werden.

Einem Freund aus der BB-Szene klagte ich damals mein Leid von den ausbleibenden Fortschritten.  Dieser brachte  mich dann zu einem Spezialisten und jener erstellte mir dann einen Ernährungsplan. Ich war erschrocken! Sollte ich plötzlich doch so viel essen?! Der Spezialist hingegen beruhigte mich und erklärte mir, dass ich dieses Essen brauche, um Muskeln aufzubauen und schlussendlich auch Fett abbauen zu können. Und wieder war ich skeptisch…..
Probieren geht ja bekanntlich über studieren und so testete ich es einfach aus.
Also habe ich einfach gegessen, was auf meinem Plan stand und trainierte weiterhin hart und intensiv.
Die Waage ignorierte ich derweilen…..Im Training wurde ich schnell sehr viel leistungsfähiger und einige Wochen/Monate später begann ich dann auch die ersten Fortschritte an meinem Körper zu erkennen. Plötzlich war da ein Ansatz von einem Bizeps zu erkennen. An meinem Bauch zeichneten sich erste „Striche“ durch Muskulatur ab. Meine Beine wurden plötzlich härter, mein verachteter Flachpo bekam kleine Kurven und meine Haut wurde immer dünner und straffer. Plötzlich fühlte ich mich nicht nur besser. – Nein! – Ich sah nackt auch bedeutend besser aus!
Irgendwann stand ich auf die Waage. Da ich mich optisch gut fand, dachte ich, ich hätte bestimmt an Gewicht verloren. Tatsächlich war es aber so, dass ich zugenommen habe! Ich bin damals zugegeben etwas erschrocken. Ich verstand das zu jener Zeit noch nicht……Weshalb ich mich erkundigte und eine Körperfettmessung durchführen lies.
Tja, was da passierte war folgendes: Mein KFA von ursprünglich 23% wurde auf knapp 16% reduziert und das obwohl ich 4 KG zugenommen habe. Das heißt, mir ist passiert, was bei vielen Panik auslösen würde, hätten sie sich alleine auf die Zahl der Waage beschränkt.
Ich habe auf der Waage 4 KG zugenommen! Aber –  und das war für mich das entscheidende. Ich sah nackt bedeutend besser aus und mein KFA wurde drastisch reduziert!

Ich führe fast täglich gespräche mit Frauen, welche schlank sind und Gewicht verlieren wollen. Deren Fokus liegt dabei  genau wie meiner damals, ausschließlich bei der Waage und beim Gewichtsverlust! Sie diäten und machen Sport ! Über Glück- oder Unglück soll dabei alleine die Zahl auf der Waage entscheiden……
Derweilen ist dies alleine schlichtweg der falsche Fokus! Besonders für Menschen, mit einem gesunden Körperfettgehalt-   und Ausgangsgewicht.
Lernt man die Waage richtig zu interpretieren, wird sie sogar zu deinem besten Freund!!! :) Habt ihr 2KG zugenommen und dabei  Körperfett abgebaut, dann sollte das absolute Jubelschreie bei euch auslösen :-)))

Auf Amazon gibt es Körperfettzangen sehr günstig zu bestellen. Damit lässt sich der eigene Körperfettgehalt sehr einfach bestimmen. In Kombination mit der Waage ist solch eine Körperfettzange einfach perfekt, um den eigenen Fortschritt wahrheitsgetreu messen zu können. Und ganz plötzlich wird die Waage zum Freund, anstatt zum Feind :)

Mein Appell: Setzt euren Fokus nicht alleine auf die Zahl, welche die Waage ausspuckt. Esst ausreichend und gut! Betreibt Kraftsport und euer Körperfett wird mit der Zeit ganz von alleine schwinden.

Bitte, bitte, bitte distanziert euch von dem Gedanken,  dass die Zahl auf der Waage alleine, etwas über euren Erfolg aussagt!

Teilen im Original ist wie immer erlaubt –  möge die Botschaft möglichst viele erreichen :-)

Sehr effektives Ganzkörpertraining in kürzester Zeit – Bin begeistert seit Oktober 2013 dabei und muss feststellen, dass mein Körper sich komplett verändert hat: Rückenschmerzen und Schwabbelbauch ade - Hallo Sixpack und JLo-Hintern! Ich bleib dabei!
Julia Lel, 32, Groß- und Außenhandelskauffrau